Historisches

Zur Geschichte der Feuerwehr

Schon seit vielen Jahrhunderten war es um das Feuerlöschwesen in dem ritterlichen Dorf Haunsheim gut bestellt. Die Feuerlöschordnung war in Ge- und Verbote eingeteilt und wies jedem Einwohner der Gemeinde seinen Platz und seine Jeweilige Aufgabe im Brandfall zu. Jeder volljährige Bürger war zur Hilfe verpflichtet. Kaminkehrer, Maurer und Zimmerleute bestiegen mutig Leitern, Dach und Mauern, bargen unverschrocken bedrohte Bewohner und gefährdeten Hausrat. Schäffler und Wagner sorgten für die Wasserbehälter. Das Wasser transportierten Karrenfahrer (Fuhrleute), kräftig unterstüzt von den Bierbrauern. Schmiede und Schlosser machten sich ans Löschen. Die Wächter und bewaffnete Bürger beschützten und bewachten das gerettete Gut. Weibsleut und Kinder durften bei einem Brande nicht auf die Gassen, es sei denn, dass sie für die Löschwasserversorgung gebraucht wurden. Niemand sollte sich ohne Anweisung in das Löschgeschäft einmischen.

„Gab es bei einem Brand doch manch´ Geschrei und Durcheinander, denn es waren ihrer gar viele die befahlen“

Der Zweck der Feuerwehr war 1876 „geordnete Hilfeleistung bei Feuergefahr“. Die Art der Einsätze hat sich seither stark gewandelt. Brandeinsätze sind seltener geworden. Einsätze bei Hochwasser, Ölalarm, Verkehrs- und Unglücksfälle oder Autobrände stehen heute im Vordergrund. Ordnungsdienst bei Vereinsfesten und das alljährliche Maibaumaufstellen sind obligatorische Tätigkeiten.

Die Feuerwehr

IST

Immer im Dienst.

Drei Stände sind es, die immer im Dienst zum Troste
Und zur Hilfe, sowie zum Wohle und zum Glück der Menschheit
tätig zu sein. Es ist der geistliche und der ärztliche Stand,
und an diesen reiht sich der Feuerwehr-Stand.

(Aus Zeitung für Feuerlöschwesen Nr. 8, 1897)